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Jura Kalkstein

Hochwertiger Jura Marmor aus den Steinbrüchen von Franken-Schotter

Vor 140 – 220 Millionen Jahren entstand der Jura Kalkstein in tropischen Lagunen des Jura Meers als Sedimentgestein. Unzählige Fossilien, unter anderem in Form von Ammoniten und Belemniten, spiegeln diesen Jahrmillionen andauernden Entstehungsprozess beeindruckend wider. Diese Besonderheit ist charakteristisch für diesen Stein und macht ihn zu einem einzigartigen Zeitzeugen. Die Juraregion im heutigen Altmühltal (Bayern), in der der Jura Kalkstein abgebaut wird, ist zudem eine der größten bekannten Natursteinreserven weltweit. Mit einem nachhaltigen und gewissenhaften Abbau wird darüber hinaus auch für zukünftige Generationen der Bestand gesichert sein.

Der Jura Kalkstein wird auch Jura Marmor oder Treuchtlinger Marmor genannt. Aus petrographischer Sicht ist dies nicht die korrekte Bezeichnung, hat sich aber als Handelsbezeichnung etabliert.

Der Jura Kalkstein als baumaterial

Bereits zu Zeiten des römischen Reiches wurde der Jura Kalkstein abgebaut und als Baumaterial verwendet. Die langjährige Erfolgsgeschichte des Natursteins beweisen heute Überreste von Mauern, Türmen und Bäderanlagen, welche noch heute regional gefunden werden. Diverse Funde der jüngeren Vergangenheit, wie die Römertherme oder des Römerkastell im mittelfränkischen Weißenburg i. Bay. oder der Limes, zeigen dies anschaulich.

 

Exemplarisch für die Langlebigkeit des Jura Kalksteins als Baumaterial gilt zum einen der bereits im Jahr 1060 geweihte Dom in Eichstätt und zum anderen die ortsansässige Willibaldsburg, deren Bau bereits im Jahre 1358 in Auftrag gegeben wurde. Diese Bauwerke wurden beide aus Jura Kalkstein erbaut und stehen noch heute.

Der außerordentlich dichte Kalkstein wird aus verschiedenen Lagen oder Schichten abgebaut. Diese weisen jeweils unterschiedliche spezifische Merkmale auf und finden in den verschiedensten Einsatzbereichen ihre individuelle Verwendung. Die Auswahl der einzelnen Lagen wird bereits im Vorfeld für den späteren Verwendungszweck berücksichtigt. Sei es vom hoch strapazierfähigen und robusten Bodenmaterial für viel belaufene Einkaufszentren, Flughäfen oder Bürogebäuden über Fassadenmaterial für Wolkenkratzer bis hin zu Außenböden und den Garten- und Landschaftsbauprodukten, die einem ständigen Frost – Tau Wechsel ausgesetzt sind; es gibt  für alle Anforderungen an den Naturstein eine geeignete Lage in unseren Steinbrüchen.

Der Naturstein ist in den Farben Beige (Gelb), Grau oder diese beiden gemischt erhältlich. Weitere Optiken und Farbnuancen können durch verschiedene Oberflächenbearbeitungen in Kombination mit der Lagenauswahl erzielt und den Kundenwünschen entsprechend optimiert werden. Die Strukturvarianz einiger Steinbruchlagen weisen mehr prähistorische Fossilien auf, welche die Indizien der langen Gesteinsgeschichte sind, als andere Lagen, die im Vergleich dazu eher „ruhiger“ wirken.

Üblicherweise wird der Jura Kalkstein im sogenannten Lager geschnitten, d.h. die verschiedenen Ablagerungsschichten sind nicht sichtbar. Es gibt allerdings auch spezifische Lagen des Jura Kalkstein, welche gegen das Lager (also vertikal) geschnitten werden können, d.h. der Verlauf der Bänderung (also die aufeinander geschichteten Ablagerungen – die Sedimentierung) im Stein wird dadurch sichtbar. Die Optik dieser gebänderten Variante unterscheidet sich somit deutlich und erinnert an Travertin in Kombination mit der Visualisierung der Ablagerungshistorie.